Wie schnell kann ein Change-Projekt abgeschlossen werden? Wie stark darf ein Change-Projekt hierarchisch geprägt sein? Wie stark können und sollen sich Mitarbeiter einbringen? Die Antwort: Mal so! Mal so!

Wenn wir unter den gegebenen Corona-Herausforderungen Change-Management betrachten, kann es in vielen unserer Lebensbereiche nicht schnell genug gehen mit den Veränderungen. Home Office soll schnellstmöglich verfügbar sein und technisch einwandfrei laufen. Hilfspakete sollen in Rekordzeit beschlossen und umgesetzt werden. Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sollen innerhalb von weniger Stunden greifen.

Bei manchen dieser Veränderungen wünschen wir uns eine eher hierarchische Vorgehensweise. Bei anderen würden wir uns als mündige Bürger doch mehr Mitspracherecht wünschen.

Definition: Was ist „Change-Management“?

Laut Wirtschaftslexikon ist es die „laufende Anpassung von Unternehmensstrategien und -strukturen an veränderte Rahmenbedingungen. Wandel repräsentiert heute in Unternehmen nicht mehr den Sondervorgang, sondern eine häufig auftretende Regelerscheinung.“

Die aktuellen Veränderungen betreffen jedoch nicht nur unsere Wirtschaft, sondern unsere komplette Gesellschaft. Change wird derzeit erlebbar und greifbar. Change verliert den faden Beigeschmack von Unternehmensberatern, die auf einer Metaebene Vorschläge für Veränderungen liefern, einen Projektplan inkl. Meilensteinen erstellen und dann mit fein säuberlich abgestimmten Projektteams in die Umsetzung gehen.

Die 15 wesentlichen Spannungsfelder im Change-Management

Nun kann wirklich jeder für sich reflektieren und beurteilen, wie sich Change für ihn persönlich anfühlt und wo sich seine Change-Komfortzone befindet. Die natürlich auch je nach Thema und Herausforderung variieren kann.

Beispiele aus der Corona-Krise:

Viele von uns wünschen sich klare Regeln und Maßnahmen von den Regierungschefs. Viele begrüßten zum Beispiel die klaren Worte unserer Bundeskanzlerin.

Als Gegenpol gibt es aber auch Change-Projekte, die eher einen partizipatorischen Ansatz verfolgen. Der bundesweite Hackathon #WirvsVirus war der digitale Raum, in dem wir alle gemeinsam Lösungen für neu auftretende Herausforderungen entwickelten, testeten und verbessern konnten. Am Hackathon beteiligten sich knapp 43.000 Personen zu unterschiedlichen aktuellen Herausforderungen.

Hackathon WirvsVirus

„Der Kontext schlägt jedes Dogma.“

Die Spannungsfelder bleiben somit Realität. Dogmatisches Schwarz-Weiß-Denken bringt uns selbst in so einer umfassenden Krisensituation nicht weiter. Wir ignorieren dabei den „bunten Zwischenraum“ zwischen den jeweiligen Extremen.

Behalten wir die Möglichkeiten und Chancen auch für unsere nächsten Unternehmensprojekte im Hinterkopf! Manchmal darf/muss es schnell gehen! Manchmal greift das Sprichwort: „Gut Ding braucht Weile.“!